Sockelleisten anbringen - Übersicht der Methoden

Falls Du schon einmal einen Dübel erfolgreich in einer Wand versenkt haben solltest, zählst Du auf jeden Fall schon einmal zum engeren Kreis der DIY-Profis mit ausgewiesener Expertise. Wenn Du jetzt auch noch bestens im Umgang mit Hammer, Nägeln oder Montagekleber vertraut bist und bereits erste Erfahrungen mit Clip-Systemen gesammelt hast, dürfte die Befestigung einer Sockelleiste für Dich doch das reinste Kinderspiel werden. Wäre da nur nicht der kleine, aber feine Unterschied, was das Material betrifft. Denn je nachdem, ob eine Fußbodenleiste nun aus Vollholz, MDF oder Kunststoff gefertigt ist, unterscheidet sich auch die Art und Weise der Anbringung. Hier findest Du eine Übersicht der Methoden, wie Du Sockelleisten anbringen kannst.

Übersicht
  • Sockelleisten anbringen - Vorbereitung
  • Fußbodenleisten mit Hilfe von Montageclips anbringen
  • Fußleisten bequem mit Montagekleber befestigen
  • Leisten direkt an die Wand schrauben
  • Sockelleisten mit Stahlnägeln und Hammer montieren:
  • Immer für Dich da: unser Support-Team

Sockelleisten anbringen - Vorbereitung

Natürlich könntest Du jetzt direkt loslegen und die Fußleisten einfach an der gewünschten Wand befestigen. Ob Du dann tatsächlich dauerhaft Freude am Ergebnis Deines handwerklichen Geschicks haben wirst, möchten wir bezweifeln. Um das Risiko für unnötigen Mehraufwand bestmöglich zu minimieren, empfiehlt es sich, die Fußleisten für ca. 72 Stunden genau in jenem Raum einzulagern, in dem diese später montiert werden sollen.

Auf diese Weise kann sich das Holz an die dort vorherrschenden klimatischen Bedingungen anpassen. Verzichtest Du darauf, kann sich das Holz unter Umständen nach gewisser Zeit weiter ausdehnen und von alleine lösen. Oder aber die Sockelleiste „schrumpft“ und es entsteht ein unschöner Spalt zur Wand. Dem nicht genug, gibt es auch noch ein paar weitere Fehler, die bei der Montage auftreten können. Wie sich diese von Anfang an vermeiden lassen, erklären wir Dir in unserem Ratgeber: „Typische Fehler bei der Montage“.

Fußbodenleisten mit Hilfe von Montageclips anbringen:

Zugegeben, diese Methode der Montage von Sockelleisten ist unser absoluter Favorit. Warum? Ganz einfach: Damit lässt sich die Fußleiste jederzeit und ohne großen Aufwand oder Beschädigungen bequem wieder abnehmen. Solltest Du also nach erfolgreicher Befestigung nachträglich doch noch ein Kabel verlegen und hinter der Fußleiste verstecken wollen, brauchst Du die Sockelleiste einfach nur von der Wand ziehen. Denn im Gegensatz zur Anbringung mit Hilfe von Montagekleber, Nägeln oder Schrauben wird die Fußbodenleiste lediglich auf einem Clip-System aufgesetzt, das Du unabhängig von der Leiste direkt an der Wand anbringst und als eine Art Tragevorrichtung dient.

Nicht empfehlen können wir unser praktisches Clip-System, wenn Du Sockelleisten verwenden möchtest, die eine Höhe von 100 Millimetern überschreiten. Der Grund hierfür ist so simple wie einleuchtend: Aufgrund des Abstands zwischen Clip-System und der Leistenoberkante können wir nicht zu 100% garantieren, dass ein sauberer Abschluss zur Wand ohne unschönen Spalt zur Wand hin entsteht. Selbiges gilt übrigens auch für die Verwendung des Clip-Systems an unebenen Wänden und im Altbau.

Für die Befestigung von Fußleisten mit Hilfe von Clips braucht es zwar nicht viel Aufwand. Aber auf jeden Fall die üblichen Werkzeuge wie Zollstock, Säge und Gehrungslade zum Zuschneiden bzw. Kürzen sowie einen Akkubohrer zum Anbringen der Sockelleisten. Die für die Wandmontage benötigten Schrauben und Dübel sind im Lieferumfang des Clip-Systems bereits mit enthalten. Eine Montage komplett ohne Werkzeug ermöglichen Dir unsere KGM Express Clips Plus, die einfach in die Dehnungsfuge (5-10 mm) zwischen Fußboden und Wand geklemmt werden. Allerdings braucht es für ein zufriedenstellendes Ergebnis eine Gesamtbodenaufbauhöhe von mindestens 5-10 Millimetern.

Fußleisten bequem mit Montagekleber befestigen:

Du möchtest Sockelleisten mit möglichst wenig Aufwand befestigen oder willst Bohrlöcher tunlichst vermeiden? Dann dürfte die Verwendung von Montagekleber vermutlich die beste Lösung für Dich sein. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Fußleisten kannst Du damit nicht nur super einfach und enorm schnell befestigen. Auch kleine Unebenheiten (Altbau) lassen sich problemlos ausgleichen. Für die Montage brauchst Du lediglich einen Zollstock, Säge und Gehrungslade sowie eine Kartuschen-Pistole zum Auftragen des Klebers. Wenn Dir selbst das noch zu aufwändig ist oder Du ohnehin nur Kunststoffleisten verlegen willst, kannst Du alternativ auch auf doppelseitiges Klebeband zurückgreifen. Mit dem Unterschied, dass die Anbringung zwar genauso simple ist, aber komplett ohne Flüssigkleber auskommt.

Einziger Haken bei der Verwendung von Montagekleber oder Klebeband ist, dass sich nachträglich leider keine Kabel mehr hinter der Fußbodenleiste verstecken lassen, ist diese erst einmal an der Wand befestigt. Auch mal eben kurz demontieren, ist dann nicht mehr ohne weiteres möglich. Außer Du willst Dich mit schwer entfernbaren Kleberesten herumärgern und das Risiko in Kauf nehmen, dass die Leiste unter Umständen sogar zerbricht. Eine Sorge, die Du bei Massivholzleisten zwar nicht haben musst. Aber dennoch solltest Du auch dann eher auf Montagekleber verzichten, weil Holz je nach Raumklima generell arbeitet – sich also ausdehnt oder zusammenzieht, wodurch sich die Leiste von alleine wieder ablösen könnte.

Tipp: Montagekleber eignet sich auch für die Verwendung auf Fliesen. Bei vielen unserer Kunststoffleisten wird allerdings bereits werkseitig ein Klebeband auf der Rückseite angebracht, um die Leiste einfach und schnell direkt anbringen zu können. Alles was Du dann noch brauchst, sind Zollstock, Säge und Gehrungslade.

Leisten direkt an die Wand schrauben:

Die mit Abstand stabilste und sicherste Methode, um eine Sockelleiste zu befestigen, ist die Montage mit Hilfe von Dübeln und Schrauben. Vor allem, wenn die Leisten aus MDF-Material oder Vollholz gefertigt sind und an verhältnismäßig unebenen Wänden angebracht werden sollen. Der größte Vorteil besteht jedoch darin, dass sich die Fußleisten jederzeit wieder entfernen lassen – ohne dabei Schaden zu nehmen. Was Du an Werkzeug brauchst, sollte klar sein: Zollstock, Säge und Gehrungslade, Akkubohrer sowie Schrauben und ggbfs. Dübel.

Weniger geeignet ist das Anschrauben von Sockelleisten, wenn diese aus Kunststoff gefertigt sind. Ebenso besteht bei anderen Materialien stets das Risiko, dass Du die Oberfläche der Fußleisten beschädigst, weil Du beim Eindrehen der Schrauben abrutschst oder zu breite Schraubenköpfe benutzt. Von Anfang an klar sollte Dir auch sein, dass die anzubringende Sockelleiste mit entsprechenden Bohrlöchern versehen werden muss und nach der Montage die Schrauben weiterhin sichtbar bleiben. Außer Du verwendest Weißkopfschrauben, um zum Beispiel bei weißen Leisten die Löcher optisch etwas zu kaschieren. Alternativ kannst Du aber auch unsere Lamellenschlagdübel verwenden, die nach dem Vorbohren ganz einfach unter Verwendung eines Schlagholzes eingeschlagen werden. Als eine Art praktischer Pfropfen stellen sie nicht nur eine feste Verbindung zwischen Fußleiste und Wand her, sondern sorgen insbesondere bei weißen Leisten für eine störungsfreie Optik.

Sockelleisten mit Stahlnägeln und Hammer montieren:

Klar, die denkbar simpelste Lösung mag auf den ersten Blick das Befestigen von Fußleisten mit Hilfe von Nagel und Hammer sein. Wenn Du allerdings dauerhaft Freude an Deiner Arbeit haben und nicht innerhalb kürzester Zeit wieder von vorn anfangen willst, solltest Du darauf besser verzichten. Früher war diese Art der Montage von Sockelleisten durchaus Gang und Gäbe, aber mittlerweile verzichten selbst echte Profis auf diese Methode. Denn bei vielen Untergründen bieten die Nägel keinen sicheren Halt der Leiste, die sich nach einer gewissen Zeit ganz von allein wieder ablösen oder unschöne Spalten bilden. Zudem wird das Leistenprofil sowohl bei der Anbringung als auch bei Demontage allzu leicht beschädigt. Sei es beim Festschlagen mit dem Hammer oder beim Abhebeln von der Wand. Aber auch optisch ist es nicht die beste Lösung, da die Nagelköpfe nach dem Befestigen nach wie vor zu sehen sind. Wenn Du dennoch zu dieser Methode greifen willst, brauchst Du neben Zollstock, Säge und Gehrungslade auch Hammer und Stahlnägel. Unabdingbar ist ein Schlagholz, um Schäden auf der Oberfläche zu vermeiden. Auch die Verwendung einer Nagelpistole ist ratsam, da du damit die Nägel sicher und weit genug in das Material treiben kannst.

Immer für Dich da: unser Support-Team

Du benötigst fachmännische Unterstützung bei der Wahl der optimalen Sockelleiste für Dein DIY-Projekt? Du hast Fragen rund um die Montage von Fußleisten bei besonderen Bodenverhältnissen oder unebenen Wänden? Wertvolle Tipps und Antworten bekommst Du jederzeit beim speziell geschulten Fachpersonal unseres Support-Teams.

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