Bedarf an Fußleisten und Verschnitt richtig berechnen

Wieso fällt Verschnitt beim Verlegen an?

In den seltensten Fällen hat man einen Raum mit Fußleisten auszustatten, der quadratisch und ohne Winkel oder Kaminvorsprünge ist. Oft muss beim Verlegen der Fußleisten auf Besonderheiten wie bodentiefe Fenster oder andere Unregelmäßigkeiten im Wandverlauf geachtet werden. Gelegentlich, besonders in älteren Bauten, liegen auch Heizungsrohre frei und sind nicht, wie heute üblich, im Boden eingelassen. Diese müssen dann mit entsprechenden Rohrabdeckleisten kaschiert werden, um Staubbildung und Beschädigungen an den Rohren zu vermeiden. Und natürlich befinden sich in jedem Raum Türen, die in die Berechnung zur Menge der benötigten Sockelleisten mit einbezogen werden müssen. Alle diese Unterbrechungen im Wandverlauf sorgen dafür, dass nicht einfach Leiste an Leiste gelegt werden kann. Die meisten Sockelleisten werden mit einer Länge von 2,50 Metern verkauft. Hat man viele Unterbrechungen wie Türen oder Vorsprünge im Zimmer, müssen die Leisten entsprechend in kleinere Teilstücke zerlegt werden. Dabei fällt Verschnitt an, da man abfallende Reststücke häufig nicht an den geraden Wänden des Zimmers „aneinanderstückeln“ will. Davon ist auch abzuraten, da es dem Raum einen unregelmäßigen und „unaufgeräumten“ Charakter geben kann. Insbesondere bei den derzeit sehr stark nachgefragten weißen Fußleisten fallen Schnittkanten im Raumbild unangenehm auf, da diese durch das Sägen immer etwas sichtbarer bleiben als bei Holztönen („schwarzer Strich“).

Beim Verlegen von Fußleisten an Innen- und Außenecken kommt es ebenfalls zu Verschnitt, denn hier muss entweder auf Gehrung gesägt oder Innen- und Außenecken aus Plastik verwendet werden. Alternativ kann bei weißen Leisten auch für die Verbindung der Leisten sowie für die Verlegung in den Raumecken statt des Sägens auf Gehrung oder des Nutzens von Innenecken der Eckturm aus unserem Leistenblitz-Sortiment verwendet werden.

Wie berechne ich den Verschnitt?

Als erstes berechnen Sie die Anzahl der laufenden Meter Fußleiste, die Sie grundsätzlich benötigen. Denken Sie dabei auch an eventuell vorhandene Türlaibungen wie etwa bei Balkontüren, falls diese ebenfalls mit Fußleisten ausgestattet werden sollen. Bei einem quadratischen Raum können Sie 2x die Länge plus 2x die Breite des Raumes rechnen und die Türöffnungen abziehen. Ist der Raum verwinkelt und kommen noch Kaminschächte oder bodentiefe Fenster hinzu, lohnt es sich, den Bedarf genau auszumessen.

Als Erfahrungswert für den Verschnitt werden häufig 10 % angenommen. Das heißt, dass Sie 10% der von Ihnen berechneten Menge an laufenden Metern für Verschnitt einplanen müssen. Wollen Sie einen quadratischen Raum mit Fußleisten ausstatten, reicht weniger Verschnittzugabe, bei einem verwinkelten Raum mit vielen Ecken empfiehlt es sich, mit gut 10% Verschnitt zu rechnen. Eine Leiste mehr als berechnet in Reserve zu haben schadet sowieso nicht, da es beim Verlegen gelegentlich vorkommen kann, dass man sich verrechnet, vermisst oder auch verschneidet. Besonders beim Sägen von Gehrung ist diese schnell mal falsch herum geschnitten. Hat man dann zu wenig Leisten und muss nachbestellen, liegt das Bauprojekt auf Eis und zusätzliche Frachtkosten fallen an.

Haben Sie beispielsweise einen quadratischen Raum, der 6 Meter lang und 4 Meter breit ist, und außerdem eine Türöffnung von 80 cm hat, benötigen Sie mindestens 19,2 laufende Meter Sockelleisten. Wenn Sie den Verschnitt von 10% mit einkalkulieren wollen, multiplizieren Sie die Summe der ermittelten Meter mit 1,1. Für unser Beispiel ergeben sich damit rechnerisch 21,12 laufende Meter Sockelleisten als Bedarf.

Fußleisten-Verschnitt

Wie kann ich den Verschnitt möglichst klein halten?

Möglichkeiten zur aktiven Verminderung von Verschnitt gibt es eigentlich kaum, denn er geht  zu Lasten der Optik des Ergebnisses. Versucht man, an Fußleisten zu sparen, kommt es damit häufig zu Stückelungen an gerader Wand, was sehr unschön aussehen kann. Es ist grundsätzlich anzuraten, besonders an langen, geraden Wänden auf möglichst wenige Schnittkanten zu setzen, da hierdurch ein ordentlicheres und ebenmäßigeres Gesamtbild entsteht. Kleinere Leistenstücke sollten für das Ausstatten von beispielsweise Türlaibungen eingesetzt werden.

Wie viele Fußleisten muss ich dann kaufen?

Haben Sie den Bedarf an laufenden Metern Fußleisten ermittelt, heißt es nun, die konkrete Menge an Fußleisten zu bestimmen. In unserem Sortiment bei Leistenblitz.de bieten wir Ihnen die meisten Fußleisten in der Standardlänge von 2,50 Metern an. Dabei ist zu erwähnen, dass hier eine gewisse Längentoleranz vorliegt. Gerade bei Massivholzleisten kann die tatsächliche Länge auch gelegentlich 2,49 oder 2,51 Meter betragen. Diese Abweichung ist bei Holzleisten nach DIN kein Mangel, sondern technisch bedingt und kommt durch die Verwendung verschiedener Sägeblätterstärken und/oder durch Schwankungen in der Länge des Ausgangsmaterials zustande.

Einige wenige unserer Sockelleisten sind 2,40 Meter lang. Achten Sie daher bei der Wahl Ihrer Fußleiste auf die in der Produktbeschreibung angegebene Länge. Dividieren Sie die von Ihnen ermittelte Anzahl an benötigten laufenden Metern durch die Länge Ihrer Wunschfußleiste und runden Sie das Ergebnis auf. Damit haben Sie den rechnerischen Bedarf an Fußleisten bestimmt.

Allerdings ist, wie bereits erwähnt, besonders bei weißen Leisten aus optischen Gründen auf möglichst wenige Schnittkanten beim Verlegen zu achten. Daher lohnt es sich, nach dem Ausmessen des Raumes auch eine Prüfung hinsichtlich möglichst weniger Schnittkanten durchzuführen.

Das kann bei einer Leistenlänge von 2,50 Metern und unserem quadratischen Beispielraum von oben folgendermaßen aussehen: Der Raum ist 6 Meter lang. Daher braucht man für jede Längsseite des Raumes 3 Leisten (2 würden 5 Meter Wand abdecken, 3 7,5 Meter). Bei 2 Längsseiten sind das 6 Leisten. Für die Breite des Raumes von 4 Metern wären 2x 2 Leisten nötig. Insgesamt macht das für unseren Beispielraum also 10 Leisten. Je nach Lage der Tür sollte man eine extra Leiste einplanen, sollte sie nicht ausgerechnet genau eine Leistenlänge von der nächsten Wand entfernt liegen. Der Bedarf bei der Minimierung von Schnittkanten wäre für diesen Raum also 11 Leisten, 2 mehr als bei der rechnerischen Methode, aber dafür stören keine unschönen Schnittkanten das Gesamtbild.

Wir empfehlen, immer eine Kombination aus der rechnerischen Methode und der Aufmaßmethode zu verwenden. Führen Sie erst eine Methode durch und prüfen Sie dann mit der anderen Ihr Ergebnis auf Plausibilität. So schließen Sie ein Verrechnen weitestgehend aus.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ausgezeichnet.org